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Wenn du ein ernsthafter Pokémon-Kartensammler bist, kennst du sicher den Wert von PSA-Grading. Deine Karten graden zu lassen, kann den Wert deutlich erhöhen. Aber seit der Einführung des Einfuhrzolls durch die Trump-Regierung ist es für Privatpersonen fast unmöglich geworden, direkt an PSA oder andere Grading-Unternehmen zu versenden.

Was genau hat sich geändert? Und was bedeutet das für Sammler, die ihre Karten graden lassen wollen? Schauen wir es uns Schritt für Schritt an.

Was beinhaltet der Einfuhrzoll?

Der Trump-Einfuhrzoll ist eine zusätzliche Steuer auf Waren, die in die USA geschickt werden. Ursprünglich sollte diese Maßnahme ausländische Importe bremsen und die amerikanische Industrie schützen.

Die Wirkung auf den TCG-Markt war aber groß. Grading-Unternehmen wie PSA, BGS und CGC sitzen in den USA. Das bedeutet, dass jede Sendung an diese Grading-Unternehmen dem neuen Zoll unterliegt.

Früher konnten Sammler ihre Karten ohne großen Aufwand direkt an PSA schicken. Das ist jetzt nicht mehr so.

Welche Folgen hat das für Sammler?

Der Einfuhrzoll hat enorme Folgen für Sammler, die ihre Karten graden lassen wollen:

  1. Privatpersonen können nicht mehr versenden
  • Früher konntest du als Privatperson einfach eine Sendung an PSA oder BGS schicken. Das geht jetzt nicht mehr. Nur Unternehmen mit einem Vertrag mit PSA können noch direkt versenden.
  • Das bedeutet, dass du auf Vermittler oder Grading-Services angewiesen bist, die einen laufenden Vertrag mit PSA haben.
  1. Höhere Kosten
  • Durch den zusätzlichen Zoll sind die Versandkosten kräftig gestiegen. Für eine einzelne Sendung kann das bis zu mehreren Hundert Euro ausmachen.
  • Und das ist noch ohne die Versandkosten und die Grading-Gebühren selbst.
  1. Längere Wartezeiten
  • Weil du jetzt über einen Vermittler gehen musst, ist die Durchlaufzeit deutlich länger. Deine Sendung muss erst zum Vermittler, der sie dann an PSA weiterschickt.
  • Das kann bedeuten, dass deine Karten Wochen bis Monate länger unterwegs sind.
  1. Risiken durch Vermittler
  • Deine Karten sind dein wertvollster Besitz. Durch die Einbindung mehrerer Parteien steigt das Risiko von Verlust, Schäden oder Verzögerungen.
  • Wähl deshalb immer einen zuverlässigen Grading-Service, der einen offiziellen Vertrag mit PSA hat.

Wer kann noch versenden?

Wie schon erwähnt können nur Unternehmen mit einem Vertrag mit PSA noch Karten zum Grading einschicken. Diese Unternehmen treten als offizielle Vermittler auf und übernehmen die komplette Abwicklung für dich.

Warum hat PSA diese Regel eingeführt?

Du fragst dich vielleicht: Warum sollte PSA das tun?

  • Überlastung: Der enorme Anstieg an Grading-Anfragen sorgte für extreme Verzögerungen bei PSA. Mit den Verträgen konnten sie die Anzahl der Sendungen besser steuern.
  • Sicherheit: Durch die Zusammenarbeit mit ausgewählten Unternehmen haben sie mehr Kontrolle über die Qualität der Sendungen.
  • Kostenkontrolle: Der neue Einfuhrzoll verursacht Zusatzkosten, die PSA nicht an Privatpersonen weitergeben wollte. Deshalb haben sie sich für feste Verträge mit Vermittlern entschieden.

Was sind die Alternativen?

Als Privatperson bist du jetzt auf Vermittler angewiesen, um deine Karten zu PSA zu bringen. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten:

  1. Grading-Unternehmen außerhalb der USA
  • Zieh Grading-Unternehmen außerhalb der USA in Betracht, wie MNT Grading in Kanada oder CGC, das auch außerhalb der USA arbeitet.
  1. Lokale Grading-Services
  • Inzwischen gibt es kleinere Grading-Unternehmen in Europa, die ebenfalls Grading anbieten. Sie sind weniger bekannt als PSA oder BGS, können aber eine günstigere Option sein.
  1. Verkaufen ohne Grading
  • Wenn deine Karten nicht extrem selten sind, kann es manchmal lohnender sein, sie ohne Grading zu verkaufen. Die zusätzlichen Kosten und die Wartezeit fürs Grading sind dann nicht immer gerechtfertigt.

Unsere Erfahrung mit Grading nach dem Einfuhrzoll

Wir haben selbst mehrfach Karten an PSA geschickt. Vor der Einführung des Einfuhrzolls war das ziemlich einfach. Nach den neuen Regeln wurde es deutlich komplizierter.

Am Ende haben wir uns für einen Vermittler mit direkten Verträgen mit PSA entschieden. Die Kosten waren höher, aber der Service war ausgezeichnet. Und ehrlich? Die Wartezeit war trotzdem lang.

Unser Rat?
Wenn deine Karten wirklich wertvoll sind und du erwartest, dass sie in PSA 10 zurückkommen, lohnt es sich weiterhin, sie über einen Vermittler zu schicken. Bei Karten mit geringerem Wert schaust du besser nach alternativen Grading-Unternehmen oder verkaufst einfach ohne Grading.

Fazit: Was ist die schlauste Wahl?

Die Einführung des Trump-Einfuhrzolls hat den Pokémon TCG-Markt kräftig durchgeschüttelt. Was früher eine einfache Sendung an PSA war, ist heute ein teurer, zeitraubender Aufwand.

Unser Rat?

  • Geh nur ins Grading, wenn deine Karten wirklich hohen Wert haben.
  • Wähl einen zuverlässigen Vermittler mit offiziellem Vertrag mit PSA.
  • Zieh Alternativen wie CGC oder MNT Grading in Betracht, vor allem bei weniger wertvollen Karten.
  • Hab Geduld. Grading ist ein Prozess, der Zeit kostet, aber der Ertrag kann es wert sein.